Gewässerunterhaltung

Deiche

In unserem Verbandsgebiet gibt es keine Deiche an Gewässern 2. Ordnung.

Schöpfwerke

Folgende Schöpfwerke in unserer Unterhaltungslast an Gewässern 2. Ordnung, befinden sich in unserem Verbandsgebiet:

  • Schöpfwerk Koblentz mit einer Vorteilsfläche von 1.056,9 ha
  • Schöpfwerk Krackow mit einer Vorteilsfläche von 45,4 ha
  • Schöpfwerk Battinsthal mit einer Vorteilsfläche von 50,3 ha

Krautung

28.8.2024

Im Schaubezirk 1 (Ueckereinzugegebiet um Pasewalk) werden die diesjährigen Mäh- und Krautungsarbeiten erstmalig von der Firma Landschaftspflege Keller aus Herzberg/Löhsten im brandenburgischen Elbe-Elster Kreis durchgeführt, nachdem diese Firma die letzte öffentliche Ausschreibung dieser Arbeiten für sich entschieden hat.

Im Schaubezirk 2 (Randoweinzugsgebiet unterhalb Löcknitz bis Jägerbrück) hat die Forst-Service und Gewässerunterhaltung GmbH & Co.KG. (FSG) aus Löcknitz, mit den Mäh-, Krautungs- und Grundräumungsarbeiten begonnen. FSG begann im Bereich Prahmgraben und Latzigseegraben auf dem Borken zwischen Glashütte, Hintersee und Borken.

Anfang September stößt dann noch die STRABAG Umwelttechnik GmbH aus Chemnitz dazu und unterhält unzugängliche Gewässerabschnitte mit Amphibienfahrzeugtechnik.

Die rechtzeitige Ankündigung der diesjährigen Unterhaltungsarbeiten wurde durch den Landkreis Vorpommern – Greifswald als Aufsichtsbehörde, auf seiner Bekanntmachung-Online Seite öffentlich bekannt gemacht.

Graben mit gepflegten Ufern und landwirtschaftlicher Nutzung im Hintergrund

Des Weiteren wurde diese Ankündigung ortsüblich durch die Amts- und Stadtverwaltungen veröffentlicht (z.B. Amtliches Mitteilungsblatt, Online, Aushang in den Gemeinden)

Bitte beachten Sie auch die unter dem Menüpunkt „News“ veröffentlichten Hinweise des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt M-V.

Rohrleitungsinstandsetzung

Wurzeleinwüchse und Undichtigkeiten an den Rohrenden führen häufig zu Abflussproblemen in unseren verrohrten Gewässern. Diese Bilder stammen aus einer Baustelle in der Ortslage Rossow aus diesem Jahr. Dort hat in unserem Auftrag die Öko-Land GmbH aus Dedelow die Schäden repariert.

Bauwerke in Gewässern 2. Ordnung

Staue und Wehre

Unterhaltungslast. Diese sind fast ausnahmslos im Zuge des Gewässerausbaus und der Komplexmelioration in der DDR-Zeit entstanden und der überwiegende Teil steht im Niedermoor. Das Gewässersystem wurde sowohl zur Entwässerung als auch zum Wasserrückhalt ausgebaut, um eine umfassende landwirtschaftliche Nutzung mit stabilen Erträgen zu ermöglichen.

Einigen Stauen kann man das Alter inzwischen ansehen.

Korrodierte und beschädigte Stahlkonstruktion eines wasserbaulichen Bauteils auf Anhänger

Im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel reparieren oder erneuern wir kaputte Staue. Die neuen Staue müssen wir zusätzlich mit Rechengittern versehen, um es vor den Aktivitäten der Biber, die wir flächendeckend im Verbandsgebiet haben, zu schützen.

Modernes Stauwehr mit Rechenanlage zur Regulierung des Wasserflusses

Das gelingt nicht immer. Das Gitter im Einlaufbereich hat zwar funktioniert, aber Biber haben sich dann durch eine 130 m lange Rohrleitung „von hinten“ angepirscht und die Eichenbohlen bearbeitet.

Einige Staue haben wir teilsaniert. Die defekten gemauerten Stirnwände wurden mit Stahlblech verkleidet, der Hohlraum dazwischen mit Beton ausgefüllt, das Windwerk und die Triebstange wieder gangbar gemacht und ein Rechengitter im Einlauf eingebaut.

Instandgesetztes Stauwehr mit mechanischer Steuerungseinheit und Rechen

Einige Staue haben wir teilsaniert. Die defekten gemauerten Stirnwände wurden mit Stahlblech verkleidet, der Hohlraum dazwischen mit Beton ausgefüllt, das Windwerk und die Triebstange wieder gangbar gemacht und ein Rechengitter im Einlauf eingebaut.

Nahaufnahme einer älteren Steuerungseinheit an einem Stauwehr

Im Regelfall muß für den Einbau der Staue das Gewässer trocken sein. Aber ein erfahrenes Team, wie hier im Bild vom Technischen Dienst Schönhausen, schafft das auch bei mittleren Wasserständen.

Arbeiter installieren eine neue Rechenanlage in einem Gewässer mit Baggerunterstützung

Hochwasser

In der Nacht vom 30.6.2021 zum 1.7.2021 gab es über dem Einzugsgebiet der oberen Randow extrem starke Niederschläge. In Löcknitz fielen in dieser Nacht 144 Liter Regen je Quadratmeter (Eigenmessung des WBV Löcknitz). In einigen Gemeinden Randowaufwärts Richtung Autobahn A11, sollen noch größere Niederschlagsmengen gefallen sein.

Das Video zeigt die Randowwiesen zwischen Retzin und Menkin am 5.7.2021, also 5 Tage nach dem Niederschlagsereignis.

Durch das Abfließen der Hochwasserwelle sind auch zunehmend Randownahe Flächen unterhalb Löcknitz Richtung Borken überflutet.

Nach Auskunft des StALU Vorpommern, sind im langjährigen Mittel an der Pegelmeßstation in Löcknitz, im Juli rund 0,6 m³/s bis 1,3 m³/s Wasser in der Randow abgeflossen. Im Zeitraum 1.7.2021 bis 6.7.2021 waren es 2 bis 4 m³/s.

Die Fischtreppen an den Randowwehren in Löcknitz und Menkin waren tagelang komplett überströmt.

Die größten Schäden an Gewässern sind am Penkuner Seegraben auf dem Gebiet der Gemeinde Krackow entstanden. Hier ist auf mehreren hundert Metern die Gewässerböschung ausgespült und weggebrochen.

Die nachfolgenden Fotos zeigen Schäden am Penkuner Seegraben in der Schulstraße und Lange Straße in der Ortslage Krackow.

Inzwischen sind innerhalb der Ortslage Krackow die Grabenböschungen mit Holzpfählen und Wasserbausteinen repariert

Gewässerschauen

In unserem Verbandsgebiet findet, gemäß § 5 unserer Verbandssatzung, die jährliche, öffentliche Verbandsschau nicht statt.
Die dafür ursächliche Entscheidung traf die 18.Verbandsversammlung am 27.11.2008.